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Blogger, Freelancer, Konzepter, Entwickler. Oder in Kurz: Digitale Allzweckwaffe!

Jens Wiese
http://www.medienpeter.de
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Sprintstart

Wer (anders als ich in diesem Blog) bereits seine Webseite bis zum Ende durchoptimiert hat, für den hab ich heute noch einen kleinen Spezialtrick: DNS Prefetch. Lässt sich in wenigen Sekunden implementieren und spart bei hochfrequentierten Seiten jedem Benutzer wenige Millisekunden Ladezeit ein.

Jeder browser kontaktiert vor dem Abrufen einer Resource von einem Server ja zuerst einmal einen DNS Server um dessen IP zu erfahren. Das macht er im Regelfall genau dann, wenn die Resource auch im Seitenaufbau gebraucht wird. Werden nur Daten vom eigenen Server ausgeliefert ist das kein Problem, dann geschieht diese DNS Auflösung genau einmal bei der ersten abgerufenen Seite und wird danach gecached. Werden aber auch Daten von anderen Servern (Goggle Analytics, Facebook Like Button, …) angefordert ist für diese wieder eine DNS Auflösung erforderlich.

Mit dem DNS Prefetch kann ich den Browser schon direkt beim Laden der Seite darauf hinweisen von welchen Domains er sich schon einmal die DNS Daten suchen kann, damit diese dann im Bedarfsfall schon zur Verfügung stehen. Der Browser ist dann schlau genug und führt dieses Prefetching dann durch, wenn er gerade etwas Zeit hat, zum Beispiel weil er noch auf andere Daten wartet. Dieses Prefetching blockiert in diesem Moment nicht die weitere Tätigkeit des Browsers sondern findet asynchron statt.

Ohne Prefetch werden die DNS Daten erst dann gesucht wenn die Resource wirklich gebraucht wird. In diesem Fall blockiert der Fetch den weiteren Ablauf, weil die Resource erst dann gefunden und verarbeitet werden kann, wenn der Browser dessen DNS Daten kennt.

Nehmen wir das Beispiel Biodukte.de. Hier setzen wir sowohl Ressourcen von Google als auch von Facebook ein. Mit dem Prefetch kann der Browser die nötigen Infos schon vorab anfragen:

prefeth

Gerade für die Google Analytics sieht man gut, dass von den insgesamt 646 ms Ladezeit vorab schon einmal über 400 ms für den Prefetch abgefangen werden können. Die Seite ist damit schneller fertig mit dem Laden aller Ressourcen und unter Umständen auch früher für den Nutzer verfügbar.

Im Quelltext bekommt man das ganze sehr einfach eingebunden. Einfach die folgende Zeile im Headerbereich einsetzen:

<link rel="dns-prefetch" href="//host_name_to_prefetch.com">

Wer den IE 9 noch unterstützen muss (oder will) ist auf die folgende zusätzliche Zeile angewiesen:

<link rel="prefetch" href="//host_name_to_prefetch.com">

Einen kleinen Nachteil gibt es noch: Zumindest Chrome führt kein Prefetching durch für HTTPS Domains, da Angreifer so frühzeitig über eine kommende Verbindung informiert wären und entsprechende Attacken vorbereiten könnten.

Image Credits: © Stefan Schurr – Fotolia.com

Warum ich mir kein Nokia Windows Phone kaufen kann

*Ding Dong*. Es klingelt an der Tür und draußen steht ein Spediteur mit einem kleinen Päckchen für mich. Bestellt hatte ich zwar nichts, aber eine Vermutung was in dem Karton sein könnte gab es trotzdem. Über verschlungene Wege hatte sich die Möglichkeit aufgetan einmal ein Nokia Smartphone zu testen. Was mir geliefert wurde: Ein Nokia Lumia 1520.

Über die technischen Highlights dieses Gerätes will ich mich hier gar nicht groß auslassen. Nur soviel: Es ist großartig auf fast allen Ebenen: Display, Kamera, Sprachqualität, Akkulaufzeit. Alles top!

Nach einem gescheiterten Android Testlauf vor zwei Jahren wollte ich mir jetzt nicht die Chance nehmen lassen einen Blick auf Windows Phone 8.0 als Betriebssystem zu werfen. Ansonsten nutze ich auf allen Geräten ein Apple Betriebssystem.

Und ich muss sagen, auch Windows 8 konnte mich als Smartphone Betriebssystem überzeugen. Und das obwohl ich ansonsten an Windows Rechnern in kürzester Zeit graue Haare bekomme. Die Funktionen sind ähnlich wie auch unter iOS. Es gibt kaum etwas, was ich nicht auch vom iPhone schon gewöhnt bin. Hier und da hab ich sogar kleine Neuerungen gefunden, die ich so noch nicht kannte. Erwähnen will ich hier zum Beispiel die enge Verbindung der Windows Kontakte mit ihrem jeweiligen Facebookprofil. Ich brauche also keine extra Facebook App zu öffnen, wenn ich wissen möchte, was gerade im Leben eines Freundes passiert.

Fokusieren am Mac: HazeOver

Fokusieren am Mac: HazeOver

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Ich hab in den letzten Wochen das Tool HazeOver für den Mac ausführlich getestet und bin inzwischen sehr überzeugt davon. Was macht HazeOver? Es verdunkelt alle Bereiche des Desktops, außer dem derzeit aktuellen Fenster.

Das hat für mich einen großen Vorteil: Viel weniger Ablenkung. Der Gedanke “Wo könnte ich denn jetzt noch schnell hinklicken?” entfällt damit, weil ja nur noch das aktive Fenster im Fokus liegt. Ich kann mich also viel besser auf die entsprechende Aufgabe konzentrieren und diese zu Ende bringen. Danach kann ich dann gezielt die nächste Aufgabe angehen. Ich vergesse quasi, dass in einem anderen Fenster gerade neue Mails auflaufen könnten oder ein Newsticker vorbei rattert.

Dabei läuft die Anwendung völlig automatisch. Ich muss mich also nicht aktiv darum kümmern, dass ein Fenster ausgegraut wird.

RescueTime, mit dem ich meine Produktivität messe, gibt an das ich an Tagen mit HazeOver 5% mehr Zeit produktiv verbringe. Da lohnt sich die Investition von 1,79 Euro ganz schnell.

HazeOver ist im Apple Appstore verfügbar.

 

Morgen Routinen Teil 2

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Letzte Woche habe ich ja schon von meinen ersten Erkundungen rund um das Thema “Morgen Routinen” berichtet. In den vergangen Tagen hab ich dann die ersten Versuche unternommen:

  • Jeden Morgen ein großes Glas Wasser nach dem Aufwachen
  • Smoothie statt Milchkaffee

Das Glas Wasser hat mich für den ersten Moment schon sehr wach gemacht. Denn es braucht schon auch etwas Konzentration direkt nach dem Öffene der Augen ein Glas wasser zu trinken. Der Ausgleich verlorener Flüssigkeit ist ein netter Nebeneffekt.
Der Umstieg von Milchkafffee auf Smoothie war da schon etwas härter. In den ersten Tagen habe ich einen echten Entzug gespürt. Ohne den Kaffee fühlte ich mich den Vormittag nicht so richtig wach. Aber das hat sich inzwischen auch gelegt.
Selbst wenn es keinen Einfluss auf die Produktivität haben sollte: Weniger Koffein und mehr Vitamine und Flüssigkeit dürften zumindest für die Gesundheit positiv sein.

Parallel haben ich mit dem (kurzen) Buch “What the most successfull people do before breakfast” angefangen. Aber dazu mehr in wenigen Tagen.

Morgen Routinen

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Heute habe ich mich mal etwas mit Morgen Routinen auseinander gesetzt. nicht, weil ich keine Routine habe, sondern weil ich denke diese noch etwas optimieren zu können. Optimieren im Sinne von “Wie komme ich besser in und durch den Tag?”.
Meine bisherige Routine beinhaltet die typischen Schritte: Aufstehen, Frühstücken, Bad, Homeoffice. Standard halt.
Die Google Recherche nach “perfect morning routine” hingegen brachte aber die folgenden Punkte doch ziemlich regelmäßig:

  • Wasser trinken vor dem Aufstehen
  • Obstsäfte statt Kaffee
  • Sport / Yoga
  • Tag vorab planen
  • Meditation
  • Verzicht auf E-Mails vor 10 Uhr

Ich muss ehrlich gestehen, bei einigen Sachen bin ich skeptisch. Meditation zum Beispiel sagt mir gar nicht zu. Das ein oder andere ist aber zumindest einen Versuch wert, wie etwa Wasser und Fruchtsäfte. Das werde ich mal angehen und euch dann hier berichten.

Wie ist das bei euch? Habt ihr eine Morgenroutine um besonders gut in den Tag zu kommen?

“Ich hab keine Lust” – Die zwei Formen der Motivation

Motivation, das ist in der Regel der erste Schritt auf dem Weg zur Produktivität. Wenn wir eine Aufgabe immer weiter aufschieben, dann ist es zumeist, weil uns die Motivation fehlt diese Aufgabe anzugehen.

In der Psychologie unterscheidet man extrinsische und intrinsische Motivation. Bei intrinsischer Motivation bin ich selbst die treibende Kraft, die mich dazu bringt etwas anzugehen. Bei der extrinischen Motivation ist es jemand, der von außen Druck ausübt oder aber auch Belohnung für das erreichen eines Zieles verspricht.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Die studentische Hausarbeit. Warum soll ich mich mit der Ausarbeitung einer freiwilligen Hausarbeit beschäftigen?