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Sprintstart

Wer (anders als ich in diesem Blog) bereits seine Webseite bis zum Ende durchoptimiert hat, für den hab ich heute noch einen kleinen Spezialtrick: DNS Prefetch. Lässt sich in wenigen Sekunden implementieren und spart bei hochfrequentierten Seiten jedem Benutzer wenige Millisekunden Ladezeit ein.

Jeder browser kontaktiert vor dem Abrufen einer Resource von einem Server ja zuerst einmal einen DNS Server um dessen IP zu erfahren. Das macht er im Regelfall genau dann, wenn die Resource auch im Seitenaufbau gebraucht wird. Werden nur Daten vom eigenen Server ausgeliefert ist das kein Problem, dann geschieht diese DNS Auflösung genau einmal bei der ersten abgerufenen Seite und wird danach gecached. Werden aber auch Daten von anderen Servern (Goggle Analytics, Facebook Like Button, …) angefordert ist für diese wieder eine DNS Auflösung erforderlich.

Mit dem DNS Prefetch kann ich den Browser schon direkt beim Laden der Seite darauf hinweisen von welchen Domains er sich schon einmal die DNS Daten suchen kann, damit diese dann im Bedarfsfall schon zur Verfügung stehen. Der Browser ist dann schlau genug und führt dieses Prefetching dann durch, wenn er gerade etwas Zeit hat, zum Beispiel weil er noch auf andere Daten wartet. Dieses Prefetching blockiert in diesem Moment nicht die weitere Tätigkeit des Browsers sondern findet asynchron statt.

Ohne Prefetch werden die DNS Daten erst dann gesucht wenn die Resource wirklich gebraucht wird. In diesem Fall blockiert der Fetch den weiteren Ablauf, weil die Resource erst dann gefunden und verarbeitet werden kann, wenn der Browser dessen DNS Daten kennt.

Nehmen wir das Beispiel Biodukte.de. Hier setzen wir sowohl Ressourcen von Google als auch von Facebook ein. Mit dem Prefetch kann der Browser die nötigen Infos schon vorab anfragen:

prefeth

Gerade für die Google Analytics sieht man gut, dass von den insgesamt 646 ms Ladezeit vorab schon einmal über 400 ms für den Prefetch abgefangen werden können. Die Seite ist damit schneller fertig mit dem Laden aller Ressourcen und unter Umständen auch früher für den Nutzer verfügbar.

Im Quelltext bekommt man das ganze sehr einfach eingebunden. Einfach die folgende Zeile im Headerbereich einsetzen:

<link rel="dns-prefetch" href="//host_name_to_prefetch.com">

Wer den IE 9 noch unterstützen muss (oder will) ist auf die folgende zusätzliche Zeile angewiesen:

<link rel="prefetch" href="//host_name_to_prefetch.com">

Einen kleinen Nachteil gibt es noch: Zumindest Chrome führt kein Prefetching durch für HTTPS Domains, da Angreifer so frühzeitig über eine kommende Verbindung informiert wären und entsprechende Attacken vorbereiten könnten.

Image Credits: © Stefan Schurr – Fotolia.com

iPhotoFür mich sind die größten Zeitfresser ohne produktiven Mehrwert an iPhone und iPad ganz klar die sozialen Netzwerke. Facebook, Twitter, Foursquare, Pinterest, ihr wisst wahrscheinlich am besten in welchen Anwendungen ihr, wie von einer Sucht getrieben, immer wieder vorbei schaut. Vielleicht sind es bei euch auch gar nicht die sozialen Netzwerke sondern kleine Handygames. Zeit fressen sie so oder so. Sei es Arbeitszeit oder aber auch Freizeit, in der wir unserem Gehirn einmal Ruhe gönnen sollten.

Die radikale Lösung: Kalter Entzug! Einfach alle Zeitfresser Apps vom Handy löschen! 

Keine echte Lösung, dass muss auch ich zugeben. Gerade da ich beruflich für allfacebook.de immer wieder schauen muss, was das Netzwerk denn so macht. Und, in der Freizeit sind soziale Netzwerke wirklich toll um sich mit Freunden rund um den Globs zu unterhalten oder aber auch um die nächste Party zu verabreden.

Die richtige Lösung ist für mich ein Mittelweg. Ich habe auf meinem iPhone einen Ordern erstellt in dem jetzt Facebook und Co. ihren Platz finden. Der Clou: Es gibt zwei Hürden, die ich überwinden muss, bevor ich die Apps nutzen kann:

  • Der Ordner liegt ganz alleine auf dem letzten Screen des iPhones. Ich muss also ein paar Mal wischen bis ich ihn erreiche.
  • Der Ordner trägt den Namen „Unproduktiv“. Somit ist jedes Öffnen dieses Ordners auch gleichzeitig eine kleine Ohrfeige.

Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Sollte dieser Trick sich bewähren, war es eine kleine und einfache Änderung zur Verbesserung der Produktivität und Freizeit.