Freundschaftsanzeigen
Hab mir eben am Bahnhof in Basel eine von den kostenlosen Abendzeitungen geschnappt um mir noch ein wenig die Schweizer Kultur und Sprache anzutun. Während die normalen Beiträge nur mit wenigen sprachlichen Besonderheiten aufwarten, können mich die Freundschaftsanzeigen (Schatzchäschtli) doch von überzeugen, dass hier scheinbar ein anderer Stamm wohnt:
Schatz, mir si hüt genau 2,5 Jahr zämä u i wett dir sägä, wie sehr ig dini Liebi schätzä u dir für au die glückläschä Momäntä dankä! Evian! ;-xxx
Euses Küken wird hüt scho 20i. hippedepiephurraa! Happy Birthday vo de NAURUgirls vhiitshie!
![]()
Stifu u Dänu Marti, bi öich cha i mi Chummer vergässä! We dir ir Nächi sit, geit d’Sunne uf! Danke, dass ig öich darf kennä! Sit die Bschtä! Höuhl! Glg M17
Während die erste Anzeige nur von einer kreativen Verwendung des Buchstabens ääää zeugt, hab ich bei der zweiten Anzeige schon mal keine Ahnung was das letzte Wort bedeutet und die dritten Anzeige musste ich fünf mal lesen um auch nur annährend den Sinn zu verstehen. Sind “Stifu u Dänu Marti” jetzt eine, zwei oder drei Personen? Und was ist “Höuhl” bitte für nen Gruß?
Also bevor i in di Schwiz uswandre ka, muss i wohl noch a Hufen lernä.
Jens Wiese, ein Master of Computer Science Student im ersten Semester. Er liebt seinen Mac und neue, lustige, interessante, sinnlose Websiteideen. Jens lebt in Furtwangen im Schwarzwald, dort wo Fuchs und Hase sich noch "Gute Nacht" sagen.




