Theisen, Sesink, Latex – so gehts

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Update: Es gibt ein Update zu diesem Artikel: Theisen, Latex – jetzt wirds schön

Ich verfasse bereits seit dem zweiten Semester Ausarbeitungen und Hausarbeiten mit Latex. Glücklicherweise waren die Dokumente seit dem auch selten länger als 10 Seiten. Das Literaturverzeichnis am Ende habe ich also immer schön von Hand getippt und die Verweise darauf mit lustigen \footnote Konstrukten gelöst. Ein bissl “slow and dirty” wie ich jetzt während meiner Thesis festgestellt habe.

Denn richtiges zitieren (an meiner Hochschule gleichbedeutend mit “zitieren nach Sesink oder Theisen“) ist mit BibTex und der jurbib Erweiterung so einfach. So einfach wie vieles in Latex, wenn man mal durchgestiegen ist. Los gehts:

Fangen wir mit BibTex an. In einem speziellen Format werden hier alle Literaturquellen in eine große Datei eingepflegt. Je vollständiger man die Quellenangaben ausfüllt, um so besser erscheinen Sie natürlich am Ende auch im Dokument. Hier ein kurzes Beispiel:

@book{MKs,
Address = {Braunschweig / Wiesbaden},
Author = {Wieland Holfelder},
Date-Added = {2008-04-08 10:27:18 +0200},
Date-Modified = {2008-07-19 23:56:36 +0200},
Publisher = {Friedrich Vieweg und Sohn Verlagsgesellschaft mbH},
Title = {Multimediale Kiosksysteme},
Year = {1995}}

Da der Spaß nur halb so groß ist, wenn man die Datei von Hand schreibt gibt es diverse Hilfsprogramme, die einem bei der Eingabe der Daten und deren Verwaltung helfen. Für den Mac sei hier BibDesk genannt, für den PC citavi. Ersteres ist frei verfügbar letzteres auch, wenn man den an der HFU studiert.
Nach dem Export im BibTex Format muss die Datei mit einem Latex-Editor nach Wahl geparsed werden und kann dann mit der eigenen Arbeit verwendet werden.

Zur Verwendung der jurbib Bibliothek und somit auch für die Möglichkeit der Fußnotenzitation fügt man folgende Zeilen in die Präambel des Dokuments ein:

\usepackage{jurabib}
\jurabibsetup{
commabeforerest,
ibidem=strict,
citefull=first,
see,
titleformat={colonsep,all},
}
\renewcommand*{\jbauthorfont}{\textsc}
\renewcommand*{\biblnfont}{\scshape\textbf}
\renewcommand*{\bibfnfont}{\normalfont\textbf}

Jetzt lässt sich über \footcite[Seienzahl][Vgl. o.ä.]{Quellenkürzel} eine perfekte Fußnotenziation einrichten.

Zum Schluss dann noch mit

\bibliography{Thesis}
\bibliographystyle{jurabib}

die Literaturliste an der passenden Stelle einfügen und nach zweimal neu setzen ist alles wie gewollt.

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