Pub Crawl und New Berlin Tours

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Weil ich gerade im Fernsehen einen Bericht drüber gesehen habe, schreibe ich mal schnell über meine Erlebnisse, die ich 2005 mit den New Berlin Tours gemacht habe.

Damals 2005 war Chris Sandeman, Inhaber der New Berlin Tours und designierter Erbe eines Sherry Millionen Imperiums noch neu in der Stadt. Genauso neu wie seine „New Berlin Tours“. Kostenlose Stadtführungen durch Berlin Mitte (Brandenburger Tor, Reichstag, Potsdamer Platz, Mauerreste, Gendarmenmarkt und Finale am Berliner Dom). Die Touristen gaben am Ende der Tour dem Guide, der sich einfach nur Chris nannte, ein Trinkgeld. Dabei bot Chris in vier Stunden eine unglaubliche One-Man-Show und leicht verständliche Fakten und Geschichtshappen.

Die Geschäftsidee dahinter ist äußerst interessant, wirbt er doch mit den kostenlosen Touren für die kostenpflichtigen Touren (Red-Berlin-Tour, KZ Tour), die er ebenfalls jeden Tag anbietet und nicht zuletzt für die Pub Crawling Touren am Abend. Aber dazu später mehr.

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Heute hat Chris für diese Touren eine Armada an Guides. Er wirbt für die Guides, diese bekommen das Trinkgeld und so ist zu lesen, treten an Chris ein paar Euro für die Werbung ab.

Denn Zeit für eigene Touren hat Chris kaum noch. Er muss sich um die Führung einer immer größer geworden Firma kümmern, die inzwischen auch Touren in London, Amsterdam und weiteren europäischen Städten anbietet.

Teil des Tourenprogramms sind auch die Pub Crawlings. Damals hat mich der Abend 10 Euro „Eintritt“ gekostet. Dafür gab es den ganzen Abend Shots for free und den kostenlosen Eintritt zu drei Bars sowie zwei Clubs. Ok, die nicht deutschen Touries, so ca. 80%, wussten glaube ich nicht, dass Bars in Deutschland immer ohne Eintritt sind, aber das war mir egal.

Vom Treffpunkt am Hackechen Markt ging es dann die Oranienburger Straße Hoch und Runter. In Erinnerung geblieben ist mir nur noch das Tacheles, von den anderen Stationen weiß ich nicht mehr wie sie hießen. Die Bars waren bis zum Eintreffen der Pub Crawling Truppe immer ziemlich leer. Also eine schöne Win-Win Situation für Bars und Touranbieter. Ich hab damals eine Menge Spaß und Party gehabt, nette Leute kennen gelernt (unter anderem den englischen Big Brother Bewohner, der weltweit als erste Sex im Container hatte) und da man ja selbst bestimmt wie viel man trinkt, auch den Weg ins Hostel noch alleine gefunden.

Und an genau dieser Stelle kommt die Kritik, sowohl von mir als auch von Berlin-Tour Konkurrenten und Jugendschützern. Die meisten Teilnehmer dürften in ihrer Heimat in ihrem Alter noch keinen Alkohol trinken und lassen es so richtig krachen. Da Sie an (deutschen) Alkohol nicht wirklich gewöhnt sind, sind Sie dann auch spätestens an der letzten Station so richtig richtig Knülle. Natürlich ist jeder der Teilnehmer für sich selbst verantwortlich, aber auf diesen Touren ist es ein erklärtes Ziel eine Menge Spaß zu haben. Und Spaß erzeugt man am schnellsten mit Alkohol. Und der ist ja zumindest zwischen den Bars in Form von Wodka-O Shots for free.

Abschließend kann ich aber beide Touren nahezu uneingeschränkt empfehlen. Und wir Deutschen wissen ja wie deutsches Bier wirkt 🙂

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