13 Millionen Euro Medien-Neubau bleibt zu Teilen ungenutzt

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Für knapp 13 Millionen Euro wurde an der Hochschule Furtwangen ein Neubau erstellt – der nun Größtenteils ungenutzt bleiben dürfte. Denn laut Regularien der finanzierenden Landesstiftung darf das zur Verbesserung der Lehre gedachte Gebäude nur von rund 12% der Studierenden genutzt werden, in der Praxis gar wird die Nutzungsquote noch geringer sein. Zur Eröffnung am Freitagvormittag ist deshalb mit Studentenprotesten zu rechnen.

Als die Landesstiftung Baden-Württemberg der Hochschule Furtwangen für 12,78 Mio. Euro einen Neubau finanzierte, erhoffte man sich eine Entspannung der Raumsituation und eine Verbesserung der Lehre. Neben modern eingerichteten Hörsälen werden Labore mit neuester Technik im Bereich der Video- und Audioproduktion geboten. Ein für die Hochschule Furtwangen wichtiger und notwendiger Schritt um eine Spitzenposition im Bereich der Informatik halten zu können.

Scheinbar aber wurden die Folgen der Förderbedingungen der Landesstiftung unterschätzt. In denen wird darauf hingewiesen, dass der gemeinnützige Bau nur von 3 der 25 Studiengänge benutzt werden darf. Dies hat zur Folge, dass Vorlesungen nicht im Neubau stattfinden dürfen, sobald Studenten der verbleibenden 22 Studiengänge daran teilnehmen. „Da dieser Austausch unter den Studiengängen jedoch grundlegendes Prinzip unserer Hochschule ist, bleibt der Neubau größtenteils ungenutzt“, befürchtet Kjell Siebke, Student der Hochschule Furtwangen. Herr Siebke weiter: „Sollte eine Vorlesung mit Teilnehmern anderer Studiengänge stattfinden, könnte die Konsequenz die Rückerstattung der gesamten Stiftungsgelder sein“.

Ziel der Studenten ist es nun, eine Nutzungsöffnung des Neubaus für alle Studiengänge zu erreichen. Dazu ist im Rahmen der offiziellen Übergabefeier eine Demonstration geplant. Zudem wollen sich die Studierenden an den Petitionsausschuss des Landtages wenden, um auf das Problem aufmerksam zu machen und möglichst eine der Hochschule dienliche Lösung zu erreichen.

Weiterführende Informationen und Meinungen auf www.ohne-i.de.

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